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Zitronenjongleure & Sandgestöber

… und wir sind immer noch da, wo wir bei unserem letzten Blogeintrag aufgehört haben. Tja, die Gegend gefällt uns halt ;) Die Gegend, das heißt Nord-Queensland, rund um Cairns.

Es gibt unglaublich schöne Wasserfälle, deren sprudelnde Becken mitten in der Natur die Möglichkeit bieten, sich wie im Whirlpool entspannt zurückzulehnen und zu entspannen. Ab und an riecht es nach überreifen Mangos und wenn man hungrig ist, kann man sich einfach Litchis, Drachenfrüchte oder Wassermelonen ernten. Dass hier allerdings nicht nur exotische Früchte konsumiert werden, merkt man vielen der Einheimischen an und so lernen wir jede Menge verrückte Leute kennen, die wir mit der Zeit richtig gern haben. Vor allem einen: Frank. Frank, der sein eigenes Bio-Gemüse züchtet, der die unordentlichste Wohnung der Welt hat, der mitten in der Nacht E-Gitarre auf einer Mülltonne spielt, der 13 zuckersüße Hundewelpen hat, denen wir beim Aufwachsen zuschauen und von denen bei unserer Abreise nur noch 9 übrig sind, der uns in seinem Hof das Jonglieren mit Zitronen beibringt und der mit einem sattellosen Pferd 20km weit reitet, um es dem Besitzer zurückzubringen. Verrückt, liebenswert und absolut einzigartig.

Auch in Kuranda wird viel wert auf einen alternativen Lebensstil gelegt. Neben Souvenirhändlern, die Touristen Kitsch und Krempel der billigen Art andrehen, haben sich die Althippies ein kleines Marktdörfchen aufgebaut. Direkt neben dem Community Peace-Garden und der Suppenküche verkaufen sie selbstgefärbte Haarbänder, duftende Cremes, gesunde Brotaufstriche und Hanfunterwäsche (kein Witz :) ). Sogar Minigolf kann man da spielen, inmitten von Palmen und exotischen Blumen.

Bei den ganzen Unternehmungen vergisst man ganz, dass gewohnheitsmäßig eigentlich die Zeit der dicken Socken, Winterjacken und Schneeballschlachten ist… allerdings nicht hier. Nicht mal zu Weihnachten schneit‘s. Nach wie vor brennt die Sonne runter und statt Ente im Esszimmer gibt’s für uns ein Picknick am Strand. Das tropische Klima hält uns aber nicht davon ab, für weihnachtliche Stimmung zu sorgen. Es ist zwar etwas ungewohnt, bei strahlendem Sonnenschein Plätzchen auszustechen, die Hitze bringt allerdings auch Vorteile. Einfach Schokolade in einem Topf  zerbröckeln, in die Sonne stellen und fertig ist der Schokoüberzug J Auch Getränke warmhalten ist kein Problem und so lassen wir unseren etwas ungewöhnlichen Weihnachtstag in Cairns an der Esplanade mit selbstgemachten Plätzchen und heißem Glühwein ausklingen. Weihnachtliches Backen ist also auch bei über dreißig Grad möglich… sogar im Campervan ;)

Natürlich wollen wir nicht den Rest unserer Reise in Cairns und Umgebung verbringen, Queensland hat noch so viel mehr zu bieten. Zum  Beispiel die Whitsunday Islands. Zwischen Schildkröten und Korallenformationen schnorcheln wir um die Inseln herum und genießen den traumhaft weichen Sand an dem Postkartenstrand schlechthin: Whitehaven Beach. Das Wasser ist unvorstellbar türkis und klar wie Trinkwasser, der Sand leuchtend weiß und die ganze Kulisse wirklich atemberaubend. Kein Wunder, dass der Strand einer der schönsten der Welt ist.

Nach diesem Ausflug steht für den nächsten Tag eine eher weniger spektakuläre Autofahrt in ein kleines Dorf etwas nördlich von Brisbane an… Woodfordia.

 

 

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